Kompetenzgruppe Sicherheit

Interessante Aspekte rund um Content & Recht

Unter dem Schwerpunktthema Content & Recht hatten die eco Arbeitskreise Sicherheit und IPTV am 4. Mai zur gemeinsamen Sitzung nach Köln eingeladen. Nach der Begrüßung stellte Dr. A. Rudloff von Sky Deutschland verschiedene Verschlüsselungssysteme für Pay-TV-Angebote vor und berichtete über die angewandten Methoden, um diese zu umgehen sowie die daraus resultierenden Konsequenzen. RA Christopher Lihl von der Rechtsanwaltskanzlei Lihl referierte über die Durchsetzung von Eigentumsrechten der Film- und Musikindustrie.

In Deutschland gebe es geschätzte fünf Millionen Urheberrechtsverletzer in der Film- und Musikbranche, der Anteil illegaler Datentransfers am Gesamt-Traffic betrage etwa 25 Prozent. Dabei unterschied er bei Urheberrechtsverletzungen im Internet die drei Erscheinungsformen Filehosting, Streaming und Datentausch in Tauschbörsen, die bei der rechtlichen Situation und den daraus resultierenden Handlungsmöglichkeiten beachtet werden müssen.

Uwe Schnepf von nacamar und Leiter AK IPTV gab anschließend einen Überblick über Security-Aspekte bei AV-Streaming. Insgesamt lasse sich feststellen, dass die Nachfrage nach sicheren Lösungen steige, allerdings sei ein vollständiger Schutz nicht möglich (Abfilmen, Treiber-Emulatoren). Die Regel sei daher: 95 Prozent Schutz anstreben und den Verlust mit den gesparten Aufwänden gegenüber der 100-Prozent-Lösung „verrechnen“. Adi Ahrnsberger von Verimatrix präsentierte die Anforderungen an ein modernes Conditional-Access-System. CA und vermehrt auch so genanntes „Watermarking“ werde eingesetzt, um den kostbaren Content zu schützen. Als nächsten Schritt für IPTV in Deutschland müssten laut Ehrnsberger die Plattformen auf den Prüfstand, um garantiert auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Das ausführliche Protokoll steht kostenfrei zum Download bereit.

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